Bestandsaufnahme zum Kinderfernsehen

Ergebnisse der Bestandsaufnahme zum Kinderfernsehen im Überblick

Beitrag des Programmangebotes für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern

Darstellung der kindlichen Lebenswelt und die Formen sozialer Orientierung

Hilft Fernsehen Kindern, sich in ihrer Welt und in ihrem Sozialleben zu orientieren?
·
Themen der sozialen Orientierung werden explizit nur im Kinderprogramm der öffentlich-rechtichen Sender angesprochen.
· Im Bereich der ethnisch-kulturellen Differenzierung finden sich dennoch nur wenig spezifische Beispiele.
· Kinder bevorzugen allerdings die Programmangebote der privaten Sender.
· Diese behandeln Themen der sozialen Orientierung eher implizit, in der Geschichte "eingeflochten".
· Selbst prämierte Sendungen wie Reläxx (Ki.Ka) oder beatz per minute (Ki.Ka) sind keine Konkurrenz für Pokémon & Co.

Wie erscheint der Alltag von Kindern auf dem Bildschirm?
· Es gibt realitätsnahe Darstellungen kindlicher Alltagswelt im expliziten Kinderfernsehen.
· Realitätsnahe Darstellungen werden zumeist in öffentlich-rechtlichen Sendern angeboten.
· Es wäre der Gedanke zu pflegen, ob Kinder ihre Lebensperspektive nicht ebenso in Zeichentricksendungen entdecken.

Darstellung der Welt der Dinge und Ereignisse

Lernorientierte Programme im Kinderfernsehen - ein zusammenfassender Vergleich der Jahre 1999 und 2000
· In den lernorientierten Hits der Kinder finden sich viele bekannte Sendungen wie z.B. Die Sendung mit der Maus, Löwenzahn, Siebenstein und 1,2 oder 3.
· Viele Magazinsendungen für Kinder beinhalten Elemente zum Lernen.
· Die teletubbies etablieren sich als Programm für Kindergartenkinder.
· Männer präsentieren lernorientierte Inhalte. Mädchen finden keine Fachfrauen.
· Jungen schauen überwiegend private und Mädchen öffentlich-rechtliche Lernangebote.

Darstellung der Welt der Kultur und der Medien

Trailer als Orientierungsangebote und Logos als Ordnungs- und Klärungsmöglichkeiten
· Kinder finden im Fernsehprogramm Orientierungsangebote in Form von Trailern und Logos.
· Trailer beinhalten Informationen zu Inhalt und Ausstrahlungspunkt der beworbenen Sendung. So informieren sie kurz-, mittel- oder längerfristig über Programm eines Senders und Inhalte der Sendungen. Zuschauer können diese Informationen nutzen, um sich ihr persönliches Fernsehprogramm unabhängig von Fernsehzeitungen o.ä. schon lange vorher zusammen zu stellen.
· Die Art der Präsentation von künftigem Programm reicht von einfachen Programmlisten bis hin zu Trailern im Aussehen von mp3-Playern. Hier werden Kinder als Medienexperten angesprochen, die Erfahrungen im Umgang mit Computerspielen, Medienabspielgeräten oder pc-typischen Präsentationsformen haben. Andere Trailer stellen optisch ihren Vorschaucharakter deutlich heraus und geben Kindern so eine „Lesehilfe“.

Das Programmangebot zur Medien- und Genrekompetenz
· Die Angebote zur Medien- und Genrekompetenz im Fernsehprogramm lassen sich in drei Dimensionen unterscheiden: in Sendungen werden Lernangebote gemacht, exemplarische Diskurse über Medien geführt/ Argumentationshilfen gegeben und mit und in einigen Sendungen werden Rezeptions- und Gestaltungsbeispiele gegeben.
· Die Programme zur Medien- und Genrekompetenz knüpfen meistens an die Alltags- und Lebenswelt der Kinder an und machen Sichtweisen der Adressaten zum Ausgangspunkt für Medien- und Genrekompetenz. Dabei werden Kinder als kompetente Mediennutzer gezeigt, die es schaffen, sich ihr Leben mit Medien erfolgreich zu gestalten.
· Den Sendungen mit Relevanz zur Medien- und Genrekompetenz liegt explizit kein mimetisches Rezeptionsmodell zugrunde. Mediennutzung wird vielmehr als etwas präsentiert, bei dem es um die Kompetenz geht, sich im Alltag zurecht zu finden. Medienkompetenz reicht in diesem Rahmen von der Handhabung technischer Geräte bis zum Umgang mit Kulturkonzepten.

 

Programm in der Angebotsperspektive

2002

· Über 60% des expliziten Kinderprogramms in unserer Stichprobe werden von öffentlich-rechtlichen Sendern ausgestrahlt.
· Vormittags gibt es für Kinder viel zu sehen, abends ist zu schnell Schluss mit explizitem Kinderfernsehen.
· Männliche Figuren in fiktionalen Zeichentrickfilmen dominieren das Kinderprogramm.

 

Programm in der Nutzungsperspektive

 

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