| Bestandsaufnahme zum Kinderfernsehen 2003 |
|
| Ben Bachmair |
Dieser Text wurde teilweise in "Medienpraktisch"
abgedruckt:
medienpraktisch, Zeitschrift für Medienpädagogik, 1/2003, Gemeinschaftswerk
der Evang. Publizistik GmbH (GEP), 2003
Kulturelle Ressourcen, 2. Teil - Beim Optimismus der Sesame Street anknüpfen
1. Risiken der aktuellen Vermittlung von Lesekompetenz[1]
Bei der heute in Schule vermittelten Lesekompetenz gibt es eine Risikogruppe,
die bei diesem Bildungsprozess außen vor bleibt. Es sind Jungen aus Migranten-Familien
mit einfacher Bildung und aus dem unteren sozialen Viertel. Die 15jährigen Schülerinnen
und Schüler deutscher Schulen schneiden im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich
ab. Dies Ergebnis und welches Bundesland dazu in welchem Maße beiträgt, wurde
im vergangenen Jahr breit diskutiert. Was mich als Pädagogen am Ergebnisse der
internationalen Schulleistungsstudie PISA bedrückt ist nicht das Mittelmaß,
das sie feststellt, sondern die Zusammensetzung der Gruppe mit geringer oder
fehlender Lesekompetenz. Ein Fazit der Pisa-Studie: „Deutschland gehört zu den
Staaten, in denen die potenzielle Risikogruppe schwacher und extrem schwacher
Leser relativ groß ist. Ihr Anteil an der Alterskohorte beträgt in Deutschland
rund 23 %.“ (PISA 2000, Band 1, S. 401)
PISA Band 1, S. 398, Tabelle 8.24
„Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe
erhöhen“ sind: (S. 401)
„- Die Stellung der Familie im unteren Viertel der Sozialstruktur,
- ein Bildungsniveau der Familie mit maximal einem Sekundarstufe-I-Abschluss
ohne Berufsausbildung,
- die Zuwanderung mindestens eines Elternteils und schließlich
- ein Junge zu sein.“ (S. 399)
Dieses Bündel von Risiko-Faktoren ist ‚hausgemacht’, also ein deutsches Phänomen,
was sich mit dem vergleichenden Blick auf die Ergebnisse anderer und vergleichbarer
Länder feststellen lässt. Es ist also nicht die Konsum- und Mediensituation
der aktuellen Generation der Kinder und Jugendlichen der entwickelten Industriegesellschaft
ursächliche für Defizite in der Lesekompetenz.
Ergebnisse zu zwei von diesen Risikofaktoren
Risikofaktor: Sozialstruktur
PISA S. 384, Abb. 8.10 “Unterschiede zwischen der mittleren Lesekompetenz
von 15-Jährigen aus Familien des oberen und unteren Viertels der Sozialstruktur
(höchster Sozialstaus -HISEI- von Vater und Mutter)“
PISA S. 392, Abb. 8.14 “Staaten nach mittlerer Leistung und sozialem Gradienten
der Lesekompetenz”
Die deutschen Schüler gehören zur Ländergruppe mit niedriger Leseleistung
bei gleichzeitiger hoher sozialer Zuordnung dieser Leistung (steiler sozialer
Gradient).
Risikofaktor: Migrationsfamilie
In welchem Land (das sind ehemalige Kolonialmächte, Länder mit hoher Arbeitsmigration
bzw. mit Flüchtlingen , klassische Einwanderungsländer) bringt die Übereinstimmung
von Schulsprache und Familiensprache welchen Vorsprung in der Lesekompetenz?
Es gibt zur Bundesrepublik vergleichbare Länder z.B. Schweden, in denen Schülerinnen
und Schüler nicht in ihrer Mutter- bzw. Familiensprache lesen lernen, in denen
es trotzdem gelingt, Kinder mit unterschiedlicher Familien- und Schulsprache
zu guter Lesekompetenz in der Landesprache zu führen. Das ist wichtig, weil
PISA Lesekompetenz als Teil der Alltagsbewältigung und Alltagskommunikation
definiert.
PISA Band 1, S. 395, Abb. 8.15
Der 11jährige Erkan stammt aus einer Migrationsfamilie, ist Junge, dessen
Eltern auch die beiden anderen sozialen Bedingungen erfüllen, die negativ
in den Leselernprozess intervenieren: Familie im unteren Viertel der Sozialstruktur
mit einfachem Bildungsniveau. Diese schulischen Risikofaktoren spielten
bei Erkan jedoch keine negative Rolle, als es darum ging, die diskontinuierlichen
Texte auf dem Bildschirm zu lesen. Wie im ersten Teil ausgeführt, ist Erkan
in der Lage, seinem Vater die Ergebnisse von Formel 1, die er aus der
Fernsehsendung hat, in deutscher Sprache zusammenzufassen. Ist die Vermutung
falsch, Erkan ist vor dem Bildschirm ein Stück Bildung gelungen, die in der
Schule misslingt. Sicherlich trägt Erkan viel an Kompetenz aus der Schule
in sein Alltagsleben, obwohl er sich gegenüber schulischen Leistungssituationen
verschließt.
Warum nicht an Lesekompetenz vom Alltagsleben aus herankommen? Diese Frage
öffnete den Zugang zu einem Weg, den die Sesame Street in den USA vor
über 30 Jahren beschritt. Im Zusammenhang mit der Frage wie denn Medien des
Alltagslebens positiv zur Förderung von Lesekompetenz betragen könnten, ist
diese Problemsicht wichtig, die vor 30 Jahren zu völlig neuen Kinderprogrammen
wie Sesame Street führte.
2. Die Sesame Straße wird 30! Es gab und gibt die erfolgreiche Kooperation
von Schule und Fernsehunterhaltung in Sachen Literalität
Die Sesame Street trat Anfang der 70er Jahre mit dem Ziel vor ihr
Kinderpublikum, Defizite beim Erwerb von Kulturtechniken zu kompensieren. In
diesen Wochen feierte die Sesamstraße ihren 30sten Geburtstag, wozu man
nicht nur den Programmverantwortlichen, sondern uns allen von Herzen gratulieren
kann. Qualitätsfernsehen für Kinder wie die Sesamstraße hat unsere Fernseh-Kultur
bereichert, weil sie mittlerweile der zweiten Generation von Fernsehanfängern
vermittelt, wie Unterhaltung, soziales Lernen, Annäherung an traditionelle Kulturtechniken
wie Lesen und der gelenkte Blick auf viele verborgene Sachverhalte der Welt
zusammengehören. Besonders erfreulich ist, dass das Publikum Qualitätsfernsehen
für Kinder Generationen übergreifend und auch gemeinsam sieht. Aktuelle Nutzungsdaten
zur Sesamstraße zeigen zudem, wie sehr die Verbindung von Unterhaltung,
Welterklärung und der Erwerb von Kulturtechniken traditionsbildend gewirkt hat.
Tabelle: Einschaltquoten zur Sesamstraße an einem Sonntag, Teil 1
| Sesamstrasse
(ARD, Sonntag, 14.04.2002, 7.31 Uhr, Länge ca. 27 Minuten) |
| Zuschauergruppe |
Z
3+ |
Z
3-13 |
Z
3-5 |
Z
6-9 |
Z
10-13 |
| Sehbeteiligung |
240.000 |
70.000 |
50.000 |
10.000 |
10.000 |
| Marktanteil in % |
10,4 |
16,9 |
44,2 |
5,2 |
4,4 |
Tabelle, Teil 2
| Sesamstrasse
(ARD, Sonntag, 14.04.2002, 7.31 Uhr, Länge ca. 27 Minuten) |
| Zuschauergruppe |
Z
14-19 |
Z
20-29 |
Z
30-49 |
Z
50-64 |
Z
65+ |
| Sehbeteiligung |
0 |
10.000 |
110.000 |
30.000 |
20.000 |
| Marktanteil in % |
0,1 |
3,5 |
12,2 |
6,2 |
11,0 |
Quelle: BESTANDSAUFNAHME KINDERFERNSEHEN Universität Kassel/ IZI; AGF/ GfK
PC#TV 2002
Legende: Z und Zahl bedeutet: Zahl der Zuschauer geordnet nach Altersgruppe
z.B. Z 3+: Alle Zuschauer über 3 Jahre; Z 3-13: alle Kinder; Z 3-5: Kinder
im Alter von 3 bis 5 Jahren usw.
An einem Sonntag Morgen um 7.30 Uhr schauen sich 110.000 Männer der Altersgruppe,
zu der auch die Väter gehören (30 - 49 Jahre: 110.000 Männer) und 70.000 Kinder
(3- 13 Jahre) die Sesamstraße an, sehr wahrscheinlich als Familienereignisse.
In der Hauptfernsehzeit der Kinder werktags um 18 Uhr im 3. Programm des NDR
schauen 80.000 Kinder, darunter sogar mehr Jungen. Die Marktanteile dieser Nutzergruppen
sind erheblich.
Mit Blick auf die Risikogruppe in Sachen Lesekompetenz ist der Erfolg bei den
Jungen beim 18Uhr-Sendetermin sehr erfreulich.
Tabelle: Einschaltquoten zur Sesamstraße während der Woche am frühen Abend
| Sesamstrasse
(N3, Donnerstag, 11.04.2002, 18.01 Uhr, Länge ca. 27 Minuten) |
| Zuschauergruppe |
Z
3+ |
Z
3-13 |
Z
3-5 |
Z
6-9 |
Z
10-13 |
| Sehbeteiligung |
200.000 |
80.000 |
60.000 |
10.000 |
10.000 |
| Marktanteil in % |
1,3 |
8,3 |
27,2 |
4,2 |
1,5 |
Quelle: BESTANDSAUFNAHME KINDERFERNSEHEN Universität Kassel; AGF/ GfK PC#TV
2002
Welcher Pädagoge hat bei der Startzeit diesen Erfolg einer Innovation des Fernsehens
und einer der Kinderkultur vorausgesehen? Ganz im Gegenteil, die Befürchtung
des Kulturverfalls dominierte. Diese sich kurz in Erinnerung zu rufen, legt
dann auch die Fragen nahe, ob diese Sichtweise in der Schulpädagogik noch vorhanden,
ja vielleicht auch bei der Messung der Lesekompetenz eine Rolle spielt. (Dazu
der nachfolgende Punkt 3.)
In der heftigen Diskussion zu Beginn der 70er Jahre fielen, heute recht peinliche
Bewertungen wie „coca-cola-besoffen“.[2]
Herr von Hentig, immer noch Deutschlands prominentester Pädagoge beklagte die
„enge Zielsetzung“ der Sesame Street und schrieb: „Durch Wiederholung,
Passivität, unkritische Gewöhnung werden in endlicher Wiederkehr Subsumtionen
vollzogen: Laute unter Bilder, Bilder unter Begriffe, Begriffe unter Schriftzeichen,
und immer geht alles auf; nie bleibt von einer Aufgabe ein Rätsel zurück; die
Welt ist lösbar“ ... [3]
Das passiv glotzende Kind, dessen Sprachentwicklung verarmt, weil es der attraktiven
Bilderflut des Fernsehens ausgeliefert ist! War und ist das nicht eine der kulturellen
Befürchtungen im Zusammenhang mir Fernsehen für Kinder?
Wenn man sich dagegen die Zielsetzung des Childrens Television Workshop,
der Planungseinrichtung der Sesame Street ansieht, dann ging es darum,
das Unterhaltungsmedium Fernsehen mit dessen spezifischen Darstellungsmöglichkeiten
in einen für das Ende der 60er Jahre notwendigen gesellschaftlichen und kulturellen
Innovationsprozess der Bildung einzubinden. Damals ging es in den USA um das
Thema, „Begabtenreserven auszuschöpfen“, Chancengleichheit auch für und mit
Literalität/ Lesekompetenz zu ermöglichen, bildungsfernen gesellschaftlichen
Gruppen die, wie es heute heißt: Schlüsselkompetenz Lesen zu erschließen.[4]
Diese Zielsetzung, Lesekompetenz an bildungsferne Gruppen der Bevölkerung heranzutragen,
ist heute so aktuell wie vor 30 Jahren, wie die Pisa-Studie zeigt.
Der Verbindung von Unterhaltung und Didaktik im expliziten Kinderfernsehen vom
Typ der Sesame Street gelang etwas, das der Institution der Schule schwer
fällt, ja, bei nicht wenigen ihren Schülerinnen und Schülern nicht zum Erfolg
zu führen. Warum sollte der Spagat von Alltagsunterhaltung und Kulturtechniken
heute und unter geänderten kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen nicht
erneut gelingen? Auch dem Unterhaltungsmedium Fernsehen ist es möglich, die
Aneignung der Kulturtechniken Lesen zu unterstützen, denn Lesen zu lernen, lässt
sich nicht auf didaktische Modelle des Paukens oder auf mühselige Lern-Arbeit
beschränken.
Bemerkenswert ist hierzu ein ausgewähltes Forschungsergebnis. Daniel R. Anderson[5] hat mit einem Abstand von 10 Jahren
in den USA Kinder auf die Beziehung von schulischem Lesen und TV-Sendungen vom
Typ der Sesame Street untersucht. Die erste Phase dieser komplexen Studie
fand Anfang der 80er Jahre mit 5jährige Kinder statt, die zweite Anfang der
90er Jahre, jetzt mit den selben, mittlerweile 15jährige Jugendlichen. Im Mittelpunkt
standen die Schulleistungen dieser Kinder bzw. der späteren Jugendlichen[6]:
„Je länger 5jährige Kinder diese für sie konzipierten Informationsprogramme
sahen, desto besser waren ihre späteren High-School-Noten“.
Bei den Informationsprogrammen für Kinder ging es um Programm wie Sesame
Street. Natürlich darf man hier nicht monokausale Zusammenhänge im dem
Sinne unterstellen, mehr Kinder länger vor mehr pädagogische TV-Programme
setzen, hieße die Lesekompetenz zu steigern. Nein, Fernsehprogramme alleine
setzen sicher nichts in Gang. Das Entscheidende ist vielmehr ein anregendes
Lernklima, sind die positiven Lernerfahrungen, die solche Programm mit
vorbereiten, mit anbieten, mit vermitteln. Verblüffend ist das
Ergebnis dieser „Recontact Study“ von Anderson, „dass das Anschauen von informativen
Bilderprogrammen im Alter von 5 Jahren ... später bei den Teenagern eher zu
erhöhter als zu verringerter Lesetätigkeit in der Freizeit führt (Anderson
S. 23), wobei die Ergebnisse bei Jungen positiver ausfallen als bei Mädchen
(Anderson S. 23). Um es zu wiederholen, dies sind keinesfalls monokausal zu
interpretierende Wirkungszusammenhänge. Lernen und Unterhaltungsmedien müssen
im Sinne einer Anregungskultur ergänzend, unterstützend, befördernd zusammenkommen.
3. Die Frage nach der Mediennutzung – ein ärgerliches Defizit der PISA-Studie
Natürlich fragt die Pisa-Studie auch nach dem Alltagskontext von Lesekompetenz[7] und befragte die 15-Jährigen zum Komplex „Freunde, Freizeit,
Medien“ (PISA 2000, Band 1, S. 481). Medienpädagogisch gesehen geht es um die
Aufgabe, die Welt der Bildung und die Welt der Unterhaltung zu verknüpfen. Dazu
ist es notwendig, sich der Durchdringung von Massenkommunikation und Alltagsleben
bewusst zu sein. Die PISA-Methodologie geht jedoch von einer schlichten, eher
additiven Verbindung von Bildungserfahrungen mit Sozial- und Unterhaltungselementen
aus und fragt die Jugendlichen nach ihren „Freizeitaktivitäten“ (S. 485 ff.)
„Diese Aktivitäten lassen sich als „typisch“ für die Befragten 15-Jährigen
bezeichnen, weil sie von etwa Dreiviertel der Jugendlichen regelmäßig, (d.h.
mit wöchentlich mindestens einer Stunde) betrieben werden.
Musikhören
Fernsehen und Videoschauen
Zeitungen und Zeitschriften lesen
Sport treiben
Veranstaltungen besuchen
Etwas mit Freunden oder Freundinnen unternehmen.“ (S. 485)
Ergebnis: „Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Freizeit besonders aktiv
sind, zeigen auch die besseren Leseleistungen. Entsprechende korrelative Zusammenhänge
finden sich in allen Schulformen außer dem Gymnasium“ ... (S. 486)
Bei der „Mediennutzung“ (S. 487 ff.) ist PISA komplexer. So „wird nicht nur
nach der Medienausstattung und der Zeitverwendung, sondern auch nach den Inhalten
des Fernseh- und Videokonsums gefragt.“
Hier ist eine methodologische Anmerkung notwendig. Die Validität von Selbsteinschätzungen
der Fernsehnutzungshäufigkeit ist problematisch. Die folgende Liste ist zudem
methodisch schlampig gemacht, weil z.B. kein Gesamtmittelwert angegeben ist,
der einen schnellen Vergleich mit anderen Studien zuließe, die zudem in der
Veröffentlichung nicht erwähnt werden. Die durchschnittliche Fernsehmenge
15-Jähriger liegt auf der Basis von Einschaltquoten bei 133 Minuten, was der
Kategorie: Mäßigseher (1-3 Stunden) entspricht, in der bei Pisa 47,5 % der
Jugendlichen liegen. Nach Normalverteilung müssten das 66% sein entsprechend
den Daten des Bayrischen Rundfunks.
(PISA 2000, Band 1, , S. 487, Tabelle 9.24)
Die Daten, die sich aus den Einschaltquoten ergeben, zeigen, dass Schülerinnen
und Schüler ihre tägliche Fernsehzeit überschätzen.
Entwicklung der täglichen Sehdauer der 10- bis 15-Jährigen in Deutschland,
1988 – 1. Halbjahr 2000 (in Minuten)[8]
| |
1992 |
1995 |
1999 |
01-06/2000 |
| Gesamt |
109 |
117 |
118 |
118 |
| Westdeutschland |
100 |
114 |
112 |
110 |
| Ostdeutschland |
138 |
125 |
134 |
139 |
| 10- bis 11-Jährige |
104 |
112 |
102 |
102 |
| 12- bis 13-Jährige |
117 |
115 |
126 |
117 |
| 14- bis 15-Jährige |
108 |
124 |
128 |
133 |
| Mädchen |
109 |
113 |
114 |
119 |
| Jungen |
110 |
121 |
122 |
117 |
Was soll man dann vom im folgenden mutig formulierten Ergebnis halten? So
gilt doch nur, dass die Selbsteinschätzung nicht mit der Lesekompetenz korreliert:
„Es zeigt sich somit erneut, dass die Nutzungszeiten allein in keinem Zusammenhang
mit dem Kompetenzerwerb stehen. Nicht die Zeit vor dem Bildschirm, sondern
die konsumierten Inhalte sind hier von Bedeutung. Besonders große schulform-,
aber insbesondere geschlechtsspezifische Unterschiede finden sich bei zwei
Filmsparten: bei Porno-, Horror- und Gewaltfilmen einerseits, bei informativen
Sendungen andererseits. Ein Blick auf die Häufigkeit des Konsums von Porno-,
Horror- und Gewaltfilmen zeigt vor allem die massiven geschlechtsspezifischen
Differenzen. ... Mädchen konsumieren diese Filme in allen Schulformen extrem
viel seltener als ihre männlichen Klassenkameraden.“ (PISA 2002, Band 1, S.
487/ 488)
Die Frage nach den Fernseh- bzw. Videoinhalten auf „Porno-, Horror- und Gewaltfilme“
zu beziehen, ist blanke Ideologie und methodologisch fragwürdig. Wie definiert
PISA „Porno-, Horror- und Gewaltfilme“? Auf welche Bilder, Geschichten, Medienerfahrungen,
Sekundärmedien, Skandalberichterstattung beziehen sich die antwortenden Jugendlichen?
Im internationalen Vergleich ist der Bezug auf Porno, Horror, Gewalt problematisch,
weil diese Genres kulturell sehr unterschiedlich definiert sind.
Für die Fernsehnutzungsforschung ist es eine abwegige Idee, Horror, Porno,
Gewalt mit den Medienpräferenzen von Jugendlichen gleichzusetzen. Wie sehen
die tatsächlichen Präferenzen von Jugendlichen aus? Hier drei Beispieltage
aus dem April 2002.
Überblick Gesamt
| Rang |
Sender |
Titel |
Datum |
Start |
Dauer |
G 14-19 Anzahl |
G 14-19 MA |
| 1 |
RTL |
Formel 1 - San Marino, das Rennen |
14. Apr. 02 |
14:45:45 |
0:17:05 |
470.000 |
50,9% |
| 2 |
RTL |
Gute Zeiten, schlechte Zeiten |
11. Apr. 02 |
20:10:37 |
0:03:18 |
440.000 |
38,3% |
| 3 |
RTL |
Alarm für Cobra 11 - die Autobahnpolizei |
11. Apr. 02 |
20:45:19 |
0:17:32 |
420.000 |
34,1% |
| 4 |
PRO7 |
Die Rückkehr der Jedi-Ritter |
14. Apr. 02 |
22:17:52 |
0:24:01 |
400.000 |
39,8% |
| 5 |
RTL |
Formel 1 - San Marino, Siegerehrung |
14. Apr. 02 |
15:33:48 |
0:16:05 |
390.000 |
51,7% |
| 6 |
ZDF |
Notting Hill |
14. Apr. 02 |
20:14:28 |
1:54:56 |
370.000 |
25,8% |
| 7 |
RTL |
Formel 1 - San Marino, vor dem Rennen |
14. Apr. 02 |
13:55:48 |
0:04:12 |
330.000 |
44,0% |
| 8 |
RTL |
Die 80er Show |
13. Apr. 02 |
22:20:56 |
0:05:18 |
330.000 |
41,4% |
| 9 |
RTL2 |
Dragon Ball Z |
11. Apr. 02 |
19:47:28 |
0:12:03 |
320.000 |
28,4% |
| 10 |
RTL |
Zwei Engel auf Streife |
11. Apr. 02 |
21:37:57 |
0:24:23 |
320.000 |
31,3% |
| 11 |
RTL |
The Rock - Fels der Entscheidung |
14. Apr. 02 |
22:00:41 |
0:29:13 |
300.000 |
25,2% |
| 12 |
RTL2 |
Dragon Ball Z |
11. Apr. 02 |
19:17:15 |
0:12:38 |
290.000 |
30,0% |
| 13 |
RTL |
Krüger sieht alles |
13. Apr. 02 |
22:26:14 |
0:17:17 |
290.000 |
37,1% |
| 14 |
PRO7 |
Sabrina - total verhext |
13. Apr. 02 |
17:22:29 |
0:08:55 |
290.000 |
45,6% |
| 15 |
PRO7 |
Malcolm mittendrin |
13. Apr. 02 |
17:31:38 |
0:14:54 |
280.000 |
44,9% |
| 16 |
RTL2 |
Schlagzeilen |
11. Apr. 02 |
19:45:28 |
0:00:20 |
280.000 |
25,3% |
| 17 |
RTL |
Formel 1 - San Marino, Highlights |
14. Apr. 02 |
15:49:53 |
0:00:28 |
270.000 |
36,6% |
| 18 |
PRO7 |
Friends |
13. Apr. 02 |
14:35:21 |
0:08:11 |
250.000 |
42,7% |
| 19 |
PRO7 |
Sabrina - total verhext |
13. Apr. 02 |
17:02:50 |
0:12:43 |
250.000 |
43,4% |
| 20 |
ZDF |
ZDF SPORTextra: Moderation |
11. Apr. 02 |
21:36:05 |
0:00:45 |
240.000 |
21,3% |
Quelle: Bestandsaufnahme Kinderfernsehen 2001, AGF/ GfK PC#TV 2002
Porno und Horror – Fehlanzeige. Oder sollte „Sabrina - total verhext“
in pädagogischer Sicht Horror sein? Ist Action wie „Alarm für Cobra 11
- die Autobahnpolizei“ das, was PISA mit Gewalt meint?
Van Eimeren (2000) stellt für den Fernsehkonsum der 10- bis 15Jährigen folgendes
Ergebnis heraus, das ganz und gar nicht mit der Vermutung von PISA auf der Basis
von Selbsteinschätzungen Jungendlicher zusammenpasst:
„Entsprechend der zeitlichen Verteilung der Fernsehnutzung handelt es sich
bei den meistgesehenen Sendungen nahezu ausschließlich um Sendungen, die ab
19.30 Uhr ausgestrahlt werden. In den Top 50 der meistgesehenen Sendungen
der 10- bis 15-Jährigen im 1. Halbjahr 2000 rangieren ganz oben Unterhaltungsshows
("Wetten dass...?", "Wer wird Millionär?"), Spielfilme
("Der verrückte Professor") und besonders prominent vertreten die
Daily Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" von RTL. Innerhalb der
Top 50 ist "GZSZ" allein 30 Mal vertreten.“
Was ist vom folgenden PISA-Ergebnis zur Korrelation von Mediennutzung und
Literalität halten?
„... deutet sich an, dass ein bestimmtes inhaltliches Interesse – nämlich
das an Horror, Porno und Gewalt – mit den Leseleistungen im Zusammenhang steht,
während dies für die reinen Fernsehzeiten nicht gilt.“ (PISA 2002, Band 1,
S. 489). Vielleicht wäre es interessant zu fragen, wofür die Korrelation zwischen
den Äußerungen Jugendlicher und ihrer Leseleistung steht, mit Sicherheit nicht
für ein Interesse an diesen Genres:
Auch nur kopfschüttelnd lässt sich die folgende Vermengung der Genres „Nachrichten“,
„Sportsendungen“ und „politische Magazine“ bei der PISA-Untersuchung zur Kenntnis
nehmen. Zudem sind Nachrichten für Jugendliche wenig relevant, wie übrigens
auch für das gesamte Fernsehpublikum, von denen auch nur ein sehr kleiner
Teil ausgiebig Nachrichten im Verhältnis zu andren Genres sieht.
| Reportagen/Dokumentationen/Magazine |
1,6 % Marktanteil
der 10 – 15Jährigen
|
| Nachrichten |
1,4% Marktanteil
der 10 – 15Jährigen
|
Was soll dann die Korrelation eines irrelevanten Fernsehgenres mit der Leseleistung
von Schülerinnen und Schülern?
„Ein vergleichbares Muster der schulform- und geschlechtsspezifischen Unterschiede
zeigt sich beim Konsumieren von informativen Sendungen. Dazu wurden hier „Nachrichten“,
„Sportsendungen“ und „politische Magazine“ gerechnet. Solche Sendungen werden
von Jungen signifikant häufiger gesehen als von Mädchen, von Gymnasialschülerinnen
und Gymnasialschülern häufiger als von Hauptschülerinnen und Hauptschülern.
Der erwartete korrelative Zusammenhang zu den fachlichen Kompetenzen findet
sich hier jedoch nicht: Ein informationsorientiertes Fernsehverhalten steht
weder in Beziehung zur Lese- noch zur Mathematikleistung.“ (PISA 2002, Band
1, S. 489)
Will man geschlechtsspezifische Unterschied empirisch erfassen und diskutieren,
dann ist „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ das relevante Programm:
„Die RTL-Serie kommt besonders gut bei den 10- bis 15-jährigen Mädchen an.
Nicht nur erzielte die Soap 1999 einen durchschnittlichen Marktanteil bei
den jüngeren Zuschauerinnen von 56,6% - bei den Jungen waren es "nur"
34,1%. Gleichzeitig ist die Top 50 der Mädchen aus dem 1. Halbjahr 200 fast
ausschließlich durch Folgen von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"
belegt. Lediglich vier der 50 meist gesehenen Sendungen waren keine Serienfolgen.
Dagegen taucht "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" in der Hitliste der
Jungen zwischen 10 und 15 Jahren nicht einmal auf. Ihre Top 50 deckt ein wesentlich
breiteres Angebotsspektrum ab – von Sport-Live-Übertragungen über Unterhaltungsshows
bis hin zu Spielfilmen. (Van Eimeren 2000)
Tabelle 8: Marktanteil ausgewählter Daily Soaps bei den 10- bis 15-Jährigen
(in %, Ø 1999)
| |
10- bis 15-Jährige gesamt |
10- bis 15-jährige Jungen |
10- bis 15-jährige Mädchen |
|
"Gute Zeiten, schlechte Zeiten"
(RTL, 19.45 Uhr) |
45,4 |
34,1 |
56,6 |
| "Verbotene Liebe"
(ARD, 18.00 Uhr) |
21,2 |
10,6 |
31,2 |
| "Marienhof"
(ARD, 18.30 Uhr) |
22,2 |
12,1 |
32,1 |
Zu fragen bleibt, welche Sprech-, Lese- und Schreibanlässe sich für Mädchen
aus dem Genre der Daily Soap ergeben, die den Jungen verschlossen bleiben.
Welche kompensatorischen Anlässe müssten z.B. Hauptschulen für ihre männlichen
Schüler schaffen?
4. Brückenschlag zwischen der Welt der Bildung und der Welt der Medien
- idealtypische Lesekarrieren
Das offene Text-Konzept der PISA-Studie verweist auf Chancen für Kinder
wie Erkan. Didaktisch akzeptiert können diskontinuierliche Texte im Repräsentationsmodus
des Bildschirms eine Tür zur Schule und der dort zu erwerbenden Lesekompetenz
öffnen. Mit einer Vorstellung von Literalität, in dessen Zentrum ein ausdifferenziertes
Text-Konzept steht, bekommt Medienpädagogik ihrerseits die Chance, ihre Vorstellung
von Medienkompetenz zu modernisieren und die Medienwissenschaft auf deren Erkenntnisse
zu Texten und Darstellungsmodi zu befragen. Diese Erkenntnisse in die Schule
getragen, beinhaltet die Möglichkeit, die mit spezifischen Medien verbundenen
kulturellen Wertvorstellungen zu relativieren und könnten helfen, die verborgene
kulturelle Ressource alltäglicher Medienkompetenz auch für den Erwerb traditioneller
Literalität mit dem gedruckten Buchtext zu Tage zu fördern. Der Blick der Schulpädagogen
auf Medienpädagogik und ihre Wissensbestände wäre in der Lage, methodologischen
Unfug und Unwissenheit zur Mediennutzung von Jugendlichen zu vermeiden. Der
medienwissenschaftliche Blick auf die Medienentwicklung sensibilisiert für das
Literalitätspotential pädagogisch unerschätzter Medien.
Als Diskussionseinstieg, wie denn medienpädagogisch über didaktische Situationen
innovativ nachzudenken sei, bieten sich denkbare Lesekarrieren an. Die drei
nachfolgend angesprochenen bzw. skizzierten bleiben natürlich solange Gedankenspiele,
als sie nicht mit den kindlichen Erlebnisdimensionen und Handlungsmustern des
Alltags empirisch verbunden werden[9],
was eigentlich notwendig wäre.
Lesekarriere: Frühe sprachliche und gemeinsame Kommunikation. Vorlesen und
Bücher als Einstieg in eine Bildungskarriere
Die öffentliche Diskussion kennte eine erfolgreiche Lesekarriere, die z.B.
das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung am 27. Januar 2002, S. 13, mit der Überschrift
vorstellt: „Weise in der Wiege. Zuhören macht Kinder schlau: Ein Plädoyer fürs
Vorlesen“. Solch ein bildungsbürgerliche Plädoyer für das Vorlesen ist keineswegs
falsch. Grundlage ist die Förderung des Spracherwerbs durch die lustvolle sprachliche
Kommunikation der Bezugspersonen schon mit den kleinen Kindern. Gemeinsame Bedeutungsinhalte
und Kommunikation mit anderen wird so zur Basis für Lesen und Schreiben. Eine
Untersuchung im englischen Birmingham zeigte: Wo Eltern von Säuglingen „Bilderbücher,
Poster und Kinderreime“ bekamen, wo „die Begeisterung der Familien für Bücher
und Bibliotheken gefördert wurde“, da wuchs der „Enthusiasmus der Kinder“ fürs
Lesen und ließ auch in der Schule nicht nach. Dies entspricht den schon angesprochenen
Ergebnissen der Studie von Daniel R. Anderson aus den 80-/ 90er Jahren. Das
positive Klima für Lernen, die positiven Erfahrungen, sich Kulturtechniken anzueignen,
prägt die Basis auch der Schulkinder und der Jugendlichen um positiv besetzt
zu lesen.
Aber, die Bücherkultur ist für viel zu stark belastet, nur mit Pauken und
Leistung verbunden. Wer ermutigt welche Kinder, an einem Vorlesewettbewerb
teilzunehmen, Freizeit in der städtischen Bibliothek zu verbringen, Kinderbücher
zu kaufen und sie vorzulesen? Zudem ist das Alltagsleitmedium der Kinder nicht
das Buch, sondern (immer noch) das Fernsehen. Also sollte das Fernsehen sein
Darstellungspotential, sein Erzählpotenzial, sein Unterhaltungspotential in
die Waagschale werfen und dabei die merkwürdigen, bei Kindern jedoch erfolgreichen
neuen Formate auf ihre Bildungschancen hin erproben. Ungeplant, von der Mehrzahl
der Grundschule mit Hausverbot belegt und dennoch erfolgreich hat Pokémon
etwa zwei Jahr lang Kinder dazu gebracht, sich 150 Kunstworte und ihre Bedeutung
anzueignen, sie z.B. auf Plakaten und Tauschkarten zu lesen.
Lesekarriere: Lesen vom Bildschirm
Bildschirm heißt heute mehr als nur Fernsehen. Im Momente schwemmt
das Internet Texte auf den Bildschirm. Die Verbindung von Internet und Fernsehen
wird neue Textsorten entstehen lassen, die, wie bei Erkan Lese- und Sprechanlässe
schaffen. Zu Sportsendungen gehören diskontinuierliche Texte wie Ergebnislisten
oder Teilnehmerlisten. Weiterhin lohnt sich der Blick auf das neue Design von
Nachrichtensendern, die ihre wenig geschätzten Programme mit geschriebener Sprache
garnieren. Vielleicht zeigt sich dabei auch eine neue Gestaltungsform.
Gleiches gilt für die üblicherweise übersehenen Trailer im Fernsehen, die
als simple Werbung begannen, zunehmend mehr wichtige Orientierungsfunktion
bekommen, auch, indem sie Sprache und Bilder überlagern. Hier entstehen neue
Zeichenformen.
Die Überlagerung von Bildern und Schrift taucht auch in Musiksendern für
Jugendliche auf.
Websites zum Kinderfernsehen bieten interessante Lesechancen. Hier Beispiele
von Fox Kids und Super RTL.
Diese neuen Textsorten haben den Vorteil, sozial noch nicht definitionsmächtig
aufgeladen zu sein wie die etablierten Texte.
Lesekarriere: Auch über Fernsehen oder andere Unterhaltungsmedien reden,
schreiben können und dürfen.
Programmverantwortliche sind gefragt, Medien als Gesprächsanlässe bieten,
die dann Schule als Lese- und Schreibanlässe aufgreift. Medienpädagogik hat
seit Ende der 70er Jahre an den entsprechenden didaktischen Methoden gearbeitet.[10]
Hier zwei aktuelle Beispiele aus Kasseler Grundschulen. Im Rahmen des Wochenplans
fassen die Kinder der 4. Klasse der Hupffeld-Schule ihre Arbeit über Hessen
in einer Hessenschau, einem Format des 3. Programms des Hessischen Rundfunks,
zusammen. Dabei nutzen sie Wer wird Millionär als Vorlage, um ihr Wissen
über das Land Hessen zu operationalisieren. Dazu schreiben sie Wissensaufgaben
im Multiple-Choice-Schema. Ein Mädchen nimmt die Rolle von Günther Jauch ein.
Klickt man auf die Internetseite der Fridjof-Nansen-Schule in Kassel (http://www.schulserver.hessen.de/kassel/fridtjof-nansen/Leseecke.htm)
dann präsentieren dort Kinder nicht nur die mit den Lehrerinnen und Lehren
entwickelte eigene Website, es finden sich auch die Ergebnisse der eigenen
Textproduktion. Solche Text-Orte eignen sich für Kinder auch, um ihre Medienerlebnisse
zum Schreibanlass zu nehmen.
[1] PISA heißt „Programme
for International Student Assessment“. Veröffentlichungen: Deutsches PISA-Konsortium
(Hrsg.) PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen
Vergleich. Opladen (Leske+Budrich) 2001 (im folgenden zitiert als Band 1);
Deutsches PISA-Konsortium (Hrsg.) PISA 2000 - die Länder der Bundesrepublik
Deutschland im Vergleich. Opladen (Leske+Budrich) 2002
[2] Geisler Wolfgang: Sesame
Street -Sesamstraße. Kompensatorische Erziehung, soziales Lernen und Unterhaltung
im Vorschulfernsehen. In: Geisler, Wolfgang, Kalb, Peter E.: Fernsehvorschule.
Von Monstern, Mäusen und Moneten. Weinheim, Basel (Beltz) 1975, S. 67 - 99,
Zitat: S. 77
[3] von Hentig, Hartmut:
Cuernavaca oder die Alternativen zur Schule? Stuttgart, München (Klett, Kösel)
1971, S. 37 (Zitiert nach Geisler 1975, S. 76)
[4] Vgl. Geisler (1975),
S. 68
[5] Anderson, Daniel R.:
Kinderfernsehen und Schulleistung. In: TELEVIZION 11/1998/2,
S. 21 - 24
[6]Anderson, Daniel R.,
Huston, Aleta C., Wright, John. C. et al.: The Recontact Study
[7] Tillmann, Klaus-Jürgen,
Meier, Ulrich: Schule, Familie und Freunde – Erfahrungen von Schülerinnen
und Schülern in Deutschland. In: Deutsches PISA-Konsortium (Hrsg.) PISA 2000.
Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich.
Opladen (Leske+Budrich) 2001, S. 468 - 509 (Zitiert als Band 1)
[8]
Nutzungsdaten, die
sich ausschließlich auf die Altersgruppe der 15-Jährigen beziehen, liegen
veröffentlicht nicht vor, weshalb hier hilfsweise die Nutzungsdaten der 10-
bis 15Jährigen herangezogen werden. Quelle: Birgit van Eimeren: Mediennutzung
und Fernsehpräferenzen der 10- bis 15-Jährigen. In: Televizion. Internationales
Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) Heft 13/2000/2
[9] Vgl. die Skizze der
Erlebnismuster am Ende des 1. Teils: Super RTL Medienforschung: Kinderwelten
2002. Freizeit und Medien im alltäglichen Erleben von Kindern. RTL Disney
Fernsehen GmbH & Co. KG
[10] Vgl. Bachmair, Ben u.a.: Symbolische Verarbeitung
von Fernseherlebnissen in assoziativen Freiräumen. Band 1: Fernsehspuren im
Handeln von Kindern. Band 2: Die symbolische Verarbeitung im Handlungszusammenhang.
Fortlaufende Beobachtungen während eines Schulunterrichtsprojektes. Kassel
1984; Bachmair, Ben: Abenteuer Fernsehen. Ein Begleitbuch für Eltern. München
(Deutscher Taschenbuch Verlag) 2001, 2. Teil
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